Hitzeschlacht beim Ironman Frankfurt – Doris König startet 2. Langdistanz in Frankfurt

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Am 30.06.2019 ging Doris König nach 2018 zum zweiten Mal beim Ironman in Frankfurt über die Triathlon-Langdistanz an den Start. Gut vorbereitet und hochmotiviert ging es nach neun Monaten intensiven Trainings früh morgens in das Abenteuer Ironman. Es sollte ein langer, ereignisreicher und heißer Tag werden. Da der See eine Temperatur von 25,6 Grad hatte, war das Tragen eines Neoprenanzuges verboten. Nach 1:14 Stunde hatte Doris die 3,8 km lange Schwimmstrecke hinter sich gebracht und konnte auf ihr Rad wechseln. Die erste Runde von 90 km absolvierte sie gemäß ihren Vorgaben für Watt und Puls in Anbetracht der Hitze sehr gleichmäßig und war sehr gut unterwegs. Die Pace stimmte. Dann nahm das Schicksal seinen Lauf. Ein Mitstreiter hielt sich bei der Anfahrt zum legendären Heartbreak Hill verbotenerweise seitlich versetzt hinter ihr in ihrem Windschatten auf. Durch eine kleine Fahrkorrektur ihrerseits kam es dann zur Kollision und zum Sturz. Ergebnis: ein defektes Schaltwerk und ein plattes und verzogenes Hinterrad. Die Bilanz nach einer notdürftigen Reparatur: neben vielen Schürfwunden am ganzen Körper eine Unwucht im Hinterrad, ein verzogener Lenker und das Schalten war nur noch vorne auf den beiden Kettenblättern der Tretkurbel möglich. So standen fortan nur noch zwei Gänge zur Verfügung. Das Schaltwerk hinten blieb auf dem kleinsten Ritzel (großer Gang) hängen. Aufgeben war für sie keine Option. So lädiert fuhr sie die restlichen 95 km zu Ende, leider war deshalb der bisherige Speed nicht mehr möglich. Nach dem Wechsel auf die Laufstrecke machte sich die große Hitze und die Mehrbelastung durch den technischen Defekt am Rad bemerkbar. Mittlerweile herrschten am Mainkai 38 Grad. Entsprechend unrund kam sie in den Marathon. Die Beine waren anfangs schwer, der Oberkörper verspannt. Bei der großen Hitze war es nun wichtig, sich regelmäßig mit Eis zukühlen und viel Flüssigkeit aufzunehmen. Nach den ersten 10 km hatte sie ihren Rhythmus gefunden, musste aufgrund von Luftproblemen aufgrund des verspannten Oberkörpers aber auch immer wieder Gehpausen einlegen. Um 21:17 Uhr war das Abenteuer und die lange Reise an einem sehr heißen Tag dann beendet. Völlig ausgelaugt, aber überglücklich und voller Emotionen, es trotz des Sturzes und den damit verbundenen Problemen geschafft zu haben, lief sie nach 14:27 Stunden über die Ziellinie, wobei die Zeit letztendlich nicht mehr interessiert hat. Der Einlauf in die Zielgerade hat dann wieder für Vieles entschädigt. Viele andere Starter schafften es nicht. Entweder, weil sie wegen der zu erwartenden Hitze nicht gestartet waren, der Hitze im Wettkampf Tribut zollen mussten oder weil sie die Ziellinie nicht zur Cut Off Zeit vor 22:00 Uhr erreichten.

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